Doppelmoral bei der Transparenz von Cybervorfällen

| 5. Juni 2018 | Reply

Während Datenpannen im eigenen Unternehmen gerne verschwiegen werden, erwarten Sicherheitsexperten von Geschäftspartner jedoch grösstmögliche Offenheit, wie eine aktuelle Umfrage des PAM-Spezialisten Thycotic nun offenbart.

84 Prozent der 250 befragten Cybersecurity-Experten möchten demnach über Cybervorfälle bei Geschäftspartnern unverzüglich informiert werden. Andersherum zeigen sich die Befragten jedoch weit weniger transparent. Nur 37 Prozent würden ihre Partner und Kunden selbst sofort über Cyberattacken und Datenschutzvorfälle im eigenen Unternehmen unterrichten. Tatsächlich gab fast jeder sechste Befragte an, schon einmal einen Cybervorfall vor der Öffentlichkeit und ahnungslosen Betroffenen geheim gehalten zu haben. Grund für diese Verschwiegenheit dürfte unter anderem auch Druck seitens Vorgesetzter und Geschäftsführung sein.

Neben der beunruhigenden Doppelmoral bei der Kommunikation von Cyberrangriffen bringt der Thycotic-Report jedoch auch positive Entwicklungen zu Tage. So haben die Unternehmen was die Erarbeitung eines Incident Response-Plans angeht, Fortschritte gemacht. 56 Prozent haben bestätigt, dass sie über einen solchen Vorfallsreaktionsplan verfügen und diesen getestet haben.

Tags:

Category: News

Leave a Reply