Experte: „Nichts aus NSA-Leak gelernt“

| 21. Juni 2018 | Kommentar

Vor fünf Jahren leakte Edward Snowden geheime Unterlagen der US-amerikanischen National Security Agency (NSA). Für die einen ist er ein Verräter, für die anderen ein Held, der Prototyp eines Whistleblowers.

Durch die Enthüllungen haben sich die Wahrnehmung der staatlichen Überwachung und vor allem die IT-Sicherheit auf Jahre verändert. „Wahrscheinlich haben wir mit ‚blended attacks‘ wie WannaCry, die ohne NSA-Tools kaum denkbar wären, erst einen Vorgeschmack auf den wahren Schaden dieser Angriffe bekommen. Und sicherlich arbeiten Cyberkriminelle (und auch Hacker im staatlichen Auftrag) an neuen Varianten“, sagt Thomas Ehrlich, Country Manager DACH des Datensicherheits-Anbieters Varonis Systems. „Die traurige Wahrheit ist, dass auch fünf Jahre später (was in der IT eine Ewigkeit darstellt) viele Organisationen und Unternehmen keine Fortschritte gemacht haben, verdächtiges Verhalten von Nutzern zu erkennen und zu stoppen. Unternehmen geben Millionen für die Entwicklung ihrer Produkte und Technologien aus und vernachlässigen dabei, ihr geistiges Eigentum adäquat zu schützen.“ Wichtig sei, die Daten ins Zentrum der Sicherheitsstrategie zu stellen.

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Kategorie: News

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