Gravierender IT-Fachkräftemangel in der Schweiz

Quelle: Sven Mulder, CA Technologies

Gravierender IT-Fachkräftemangel in der Schweiz

| 21. September 2017 | Reply

Studie von CA Technologies zeigt, der Fachkräftemangel in der Schweiz ist gravierender als im restlichen Europa mit signifikantem Mangel in den Bereichen Agilität, Sicherheit und DevOps.

Europäische Unternehmen, die zu modernen Software-Fabriken werden, sind bei der Softwareentwicklung besser aufgestellt und grundsätzlich erfolgreicher – so das Ergebnis der weltweiten Studie von CA Technologies (NASDAQ: CA) „Don’t Let an Outdated Software Strategy Hold You Back“, bei der mehr als 1‘200 IT-Führungskräfte, davon 466 aus Europa, von Freeform Dynamics befragt wurden.

Die Studie deckt erhebliche Unterschiede zwischen Unternehmen auf, die sich mit der Fokussierung auf Agilität, Automatisierung, Data Analytics und Security schon zu einer modernen Software-Fabrik gewandelt haben (21 aktozent der in Europa Befragten) und solchen, bei denen der Wandel noch aussteht. Unterschiede zeichnen sich dabei bei Umsatz und Gewinn, Führungsstil und Risikobereitschaft sowie bei der Anwendung moderner Software-Tools und –Ansätze ab. So schnitten Unternehmen, bei denen digitale Strategien in den Kernbereichen schon umgesetzt sind, hinsichtlich unterschiedlicher Kennzahlen deutlich besser ab und erreichten:

  • 70 Prozent höheres Gewinnwachstum
  • 50 Prozent höhere Umsatzsteigerung

Fachkräftemangel bremst Unternehmen europaweit aus – lässt sich aber bekämpfen

Das Recruiting geeigneter Fachkräfte bleibt die grösste Herausforderung für alle befragte Unternehmen, trägt aber unmittelbar zum Geschäftserfolg bei. Laut Studie haben es moderne Software-Fabriken doppelt so leicht, erfahrene Softwareentwickler und 1,6-mal leichter, Berufseinsteiger zu gewinnen als andere Unternehmen.

Dieses Problem ist in der Schweiz akuter als anderswo in Europa. Zum Beispiel zeigt die Studie, dass 80 Prozent der Schweizer Organisationen enorme Mühe damit bekunden, erfahrene Fachkräfte in den benötigten Software-Entwicklungspraktiken und –Technologien zu rekrutieren. Mittlerweile finden es 76 Prozent der befragten Organisationen schwierig, junge Software-Studienabsolventen zu rekrutieren. Dies sind europaweit die höchsten Wert.

Auch ist das Angebot bestimmter Schlüsselkompetenzen in der Schweiz knapper als irgendwo sonst. Rund 85 Prozent der Schweizer Organisationen geben an, dass es schwierig sei, Kandidat(inn)en mit Erfahrungen in agilen Methoden zu rekrutieren und 81 Prozent bekunden Schwierigkeiten, erfahrene Profis im Bereich Security für mobile oder webbasierte Apps zu gewinnen. Auch dies sind die höchsten in Europa festgestellten Werte. Rund 81 Prozent der Organisationen kämpfen zudem damit, Kandidat(inn)en mit DevOps-Erfahrung zu finden.

Darüber hinaus erzielte auch das Trainings- und Weiterbildungsangebot für bestehende IT-Mitarbeiter den tiefsten Wert in ganz Europa. Nur 19 Prozent der Schweizer Organisationen sind der Meinung, dass sich ihre Software-Entwicklungsteams bezüglich neueste Tools und Entwicklungstrends auf der Höhe der Zeit befinden. Gleichzeitig geben nur gerade 18 Prozent der befragten Unternehmen an, ihren Entwicklern regelmässige Schulung anzubieten, um die eigenen Skills weiter auszubauen. Auch in diesem Bereich erzielt die Schweiz die niedrigsten Werte in Europa.

Ein Grossteil der Befragten ist sich einig, dass Ausbildungszweige im Bereich MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) stärker gefördert werden müssten, um dem „War For Talents“ zu begegnen und die nächste Generation an IT-Fachkräfte auszubilden – 43 Prozent der Befragten sehen dabei die politischen Instanzen in der Pflicht.

„In der heutigen, digitalisierten Welt hängt der Erfolg eines Unternehmens stark davon ab, wie modern die eigene Softwareentwicklung ist – das zeigt die Studie deutlich“, so Sven Mulder, Geschäftsführer und Vice President Central Europe, Southern East und Russland bei CA Technologies. „Je weiter Unternehmen in der Anwendung moderner Entwicklungstools und –Praktiken sind, desto attraktiver sind sie für neue Talente. Gerade in Deutschland, wo der „War For Talents“ besonders ausgeprägt ist, sollten sich Unternehmen heute rüsten – und zu modernen Software-Fabriken werden.“

Wo der Wandel zur modernen Software-Fabrik Vorteile bringt

Die Potenziale der digitalen Welt ausschöpfen

  • 58 Prozent der High-Performer in Europa geben an, dass sich ihre Führungskräfte mit Software-fokussierten Strategien beschäftigen – im Vergleich zu 19 Prozent bei Mainstream-Unternehmen.
  • 45 Prozent der High-Performer meinen, ihr Management habe die Führungsqualitäten, die für das Überleben in der App Economy gebraucht werden. Bei Mainstream Unternehmen sind es nur 20 Prozent.

Kundenwünsche verstehen und mit dem Geschäft in Einklang bringen

  • 57 Prozent der High-Performer meinen, sie verstünden die Wünsche ihrer Kunden und böten ihnen eine optimale Erfahrung – 23 Prozent sind es bei Mainstream-Unternehmen.
  • 42 Prozent der High-Performer können effektiv die Softwareentwicklung an den Geschäftszielen ausrichten – im Vergleich zu 16 Prozent bei Mainstream Unternehmen.

Den Ausgleich zwischen Risiken und machbarer Sicherheit finden

  • Bei mehr als 45 Prozent der High-Performer unterstützt die Unternehmenskultur ein risikofreudiges Handeln – 19 Prozent sind es nur bei Mainstream.
  • 46 Prozent der High-Performer haben ein Senior Management, das weiss, wie wichtig es ist, keine Kompromisse bei der Softwarequalität oder -sicherheit einzugehen – statt 17 Prozent bei Mainstream.

Entwicklung, Umsetzung, Verwaltung und Schutz von Software bei besserer Qualität

  • 44 Prozent der High-Performer bringen Applikationen mit besserer Qualität und Konsistenz heraus – gegen 26 Prozent bei Mainstream.
  • 53 Prozent der High-Performer haben einen gut dokumentierten und akzeptierten Entwicklungsprozess – 19 Prozent sind es bei Mainstream-Unternehmen.

Die Studie zeigt auch:

  • Im Zeitraum zwischen 2015 und 2019 wird die Software-Entwicklung für Schweizer Unternehmen um 61 Prozent wichtiger für den Geschäftserfolg.
  • Nur 22 Prozent der befragten Schweizer Unternehmen glauben, ihre IT priorisiere die Softwareentwicklung im Einklang mit den Geschäftszielen.
  • Nur 25 Prozent glauben, die IT sei sehr effektiv bei der konsistenten und berechenbaren Entwicklung von Applikationen.

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