Lange verschwiegener Daten-Diebstahl bei Uber

| 27. November 2017 | Reply

Bereits 2016 entwendeten Hacker Daten von 57 Millionen Fahrgästen und Fahrern des Fahrdienst-Vermittlers Uber, der anstatt Behörden, Betroffene und die Öffentlichkeit zu informieren, den Kriminellen 100’000 USD für die Vernichtung der Daten zahlte.

„Genau für diese Fälle wurde die DSGVO gemacht“, sagt Thomas Ehrlich, Country Manager DACH des Datensicherheits-Spezialisten Varonis. „Solange Unternehmen bei Verstößen dieser Art mit relativ geringen Strafen davonkommen (Uber zahlte bereits 2014 für ein Vergehen die Summe von 20’000 US-Dollar an den Staat New York) ist zu befürchten, dass sie ihre teilweise laxen Sicherheitsmassnahmen und vor allem ihren Umgang mit Datenschutzvergehen nicht verbessern. Dies ist auch genau der Punkt, weshalb man sich auf die Einführung der DSGVO im nächsten Mai freuen sollte. Allein durch die Nichteinhaltung der 72-stündigen Meldefrist hätte die EU eine Strafe von 2 Prozent des weltweiten Konzernumsatzes verhängen können, also 130 Millionen Dollar! Diese Strafe könnte aufgrund weiterer Faktoren, etwa wenn die Sicherheit nicht dem aktuellen Stand der Technik entspricht, um weitere 2 Prozent auf insgesamt 260 Millionen Dollar erhöht werden. Dies schmerzt sicherlich mehr als die erwähnten 20’000 Dollar.“

Tags:

Category: News

Leave a Reply