Nur wenige Schweizer Unternehmen nutzen APIs optimal

| 26. April 2016 | Reply

Der API-Capability Index zeigt, dass nur ein Drittel der Schweizer Unternehmen einen hohen API-Nutzungsgrad aufweisen. Eine weltweite Studie im Auftrag von CA Technologies (NASDAQ: CA) ergibt für die Schweiz die verbreitete Anwendung von Programmierschnittstellen (APIs) zur Unterstützung der grundlegenden Voraussetzungen für den Erfolg in der Application Economy. Jedoch nur ein Drittel der Schweizer Unternehmen verfügt über die nötigen Fähigkeiten, um die sich bietenden Vorteile zu optimieren und den API-Erfolg sicherzustellen.

Die weltweite Studie „APIs and the Digital Enterprise: From Operational Efficiency to Digital Disruption“, wurde von Freeform Dynamics im Auftrag von CA Technologies durchgeführt. Befragt wurden 1442 IT- und Business-Führungskräfte, darunter 506 in Europa aus der Schweiz, Deutschland, Grossbritannien, Frankreich, Italien und Spanien.

„APIs sind essenzielle Bausteine für den Erfolg in der Application Economy. Sie liefern die Fähigkeiten, um Systeme zu verknüpfen und diese Integration auch abzusichern. Damit verbessern sie die Kundenerfahrung und ermöglichen Unternehmen, von neuen digitalen Chancen zu profitieren. Einfach APIs zu haben reicht natürlich nicht aus. Ähnlich wie andere Softwarekomponenten müssen sie entsprechend entwickelt, verwaltet, kontrolliert und gesichert werden. Werden sie dies nicht, können Probleme auftauchen, wie wir beispielsweise vor Kurzem bei den Sicherheitsproblemen im Connected-Car-Umfeld oder der Snapchat-Lücke vor zwei Jahren gesehen haben,“ erklärt Rahim Bhatia, General Manager, Developer Products, CA Technologies.

Schweizer Unternehmen haben zu einem grossen Teil bereits APIs implementiert, mit denen sie in der Lage sind, über Apps und Anwendungen auf Daten und Services innerhalb des Netzwerks zuzugreifen – und zwar auch über das Internet. Knapp 78% der Schweizer Organisationen nutzen APIs, um beispielsweise Web- bzw. mobile Applikationen zu entwickeln, während ein vergleichbarer Prozentsatz diese dazu einsetzen, um Back-Office-Anwendungen zu integrieren. Knapp 77% bauen Services von Drittanbietern ein.

Zu den heutigen wie künftigen Treibern für API-Aktivitäten gehören der Wunsch einer schnelleren Lieferung von ertragswirksamen Apps/Anwendungen (83%), Beschleunigung der Liefer-/Bedarfsketten (81%) und die Realisierung von neuen/besseren Kundenerfahrungen (80%). All diese Elemente tragen zum Erfolg in der Application Economy bei.

Trotz des weitreichenden Einsatzes und der hohen Relevanz des Einsatzes von APIs für das Business gaben nur wenige Schweizer Unternehmen an, dass sie die wichtigsten Schlüsselvoraussetzungen für den Erfolg von APIs erfüllt haben. Nur 25% verfügt über genügend Entwickler für ihr API-Programm und nur 26% hat den richtigen Partner für Beratung oder Aufbau des entsprechenden Know-hows. Nur 28% hat eine Strategie ausgearbeitet und in Ziele umgesetzt.

Schweizer Unternehmen hinken anderen europäischen Ländern bezüglich API-Reife hinterher
Die Ansicht, dass es Zeit braucht, um API-Herausforderungen zu lösen, wird durch die Ergebnisse des API Capability Index bestätigt. Der Index wurde auf Basis eines Querschnitts der 920 befragten IT-Entscheider erstellt.

Studienteilnehmer wurden befragt, ob deren Unternehmen über zehn Kernfähigkeiten für den erfolgreichen Einsatz von APIs aus vier Kategorien verfügten: Lifecycle Support, Sicherheit, eine Run-Time-Umgebung sowie ein operationales Management. Auf Basis der Antworten wurden numerische Werte vergeben, bewertet und schliesslich in drei Gruppen kategorisiert – je nachdem, wie gut die Firmen APIs bereits unterstützen können: „Fortschrittlich“ (Advanced), „Basis“(Basic) und „Eingeschränkt“ (Limited).

Zur Kategorie der fortschrittlichen Anwender gehören in der Schweiz nur 33 Prozent der Befragten dieser Gruppe an, im Vergleich zu Grossbritannien (41%), Italien (26%) und Deutschland (22%) Im Gegensatz dazu verfügen 36 Prozent der Schweizer Organisationen über eingeschränkte Fähigkeiten und 31 Prozent über Basis-Support für APIs.

Mit Blick auf die pan-europäischen Ergebnisse gibt es eine starke Übereinstimmung zwischen der Fähigkeit, APIs bestmöglich zu nutzen, und den Vorteilen, die durch API-Investitionen erzielt wurden. Im Durchschnitt erzielen die fortschrittlichsten Anwender auf pan-europäischer Ebene zwei- bis dreimal so hohe Vorteile wie die Befragten mit einem Ergebnis von „Eingeschränkt“.

So konnten beispielsweise 63 Prozent der europäischen Unternehmen mit einer „fortschrittlichen“ API-Nutzung eine verbesserte Kundenerfahrung bieten. Im Vergleich dazu waren nur 23 Prozent der User mit einer „eingeschränkten“ API-Adoption dazu in der Lage. 62 Prozent der „fortschrittlichen“ User haben darüber hinaus eine schnellere Auslieferung von Apps gesehen, die zusätzlichen Umsatz generieren – im Vergleich zu 25 Prozent der „eingeschränkten“ Nutzer. Ein enorm wichtiges Erfolgskriterium in der Application Economy ist auch, die Vergrösserung der digitalen Reichweite zu vergrössern. Hier liegen die Zahlen deutlich auseinander: Knapp dreimal so viele „fortschrittliche“ User profitieren von diesem Vorteil verglichen mit den „eingeschränkten“ Anwendern (57 Prozent versus 21 Prozent).

Europäische Unternehmen mit fortschrittlichen API-Fähigkeiten sind zudem standardmässig besser gerüstet ein hohes Sicherheitsniveau zu erbringen. Die Studie zeigt, dass 74 Prozent der Organisationen mit „fortschrittlichen“ API-Fähigkeiten auch API-Sicherheitsmassnahmen implementiert haben, um vor „Man-in-the-Middle“-Attacken zu schützen. Diese Angriffe fangen legitime Transaktionen ab. Nur 21 Prozent der Anwender mit beschränkten Funktionen haben solche Massnahmen implementiert.

„Als führender Anbieter im API-Management-Segment unterstützt CA Organisationen dabei, den Nutzen von APIs zu maximieren. Wir liefern ihnen eine sichere, entwicklerfreundliche Umgebung, dank der sie die heutigen umfangreichen Mobile- und IoT-Initiativen adressieren können“, so Bhatia weiter. “

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